Schweiz Aktuell vom 12.02.2019

Auch das Schweizer Fernsehen SRF hat das Thema zum Paketklau in der Schweiz aufgegriffen.

 

Infos darüber finden Sie hier unter folgendem Link:

 

https://www.srf.ch/play/tv/schweiz-aktuell/video/schweiz-aktuell-vom-12-02-2019-1900?id=e85d550a-9bf1-4221-bfd0-a298261efe13&startTime=983

Pressebericht vom 17.01.2019

Unsere Anwort auf Pressebericht vom 28.12.2018:

 

Wetzikon:Nachdem Ende Jahr in Robenhausen viele Päckli
geklaut worden waren, kontaktierten mehrere
Wetziker Wolfang Schlumpf. Er entwickelt und verkauft
neuartige Briefkästen mit integrierten Paketfächern.

 

In Robenhausen gehen Paketdiebe um. Einer Informatikerin wurde in einem Mehrfamilienhaus an der Buchgrindelstrasse IT-Produkte in der Höhe von mehreren hundert Franken geklaut. Mehrere Mitglieder der Facebook-Gruppe «Du bisch vo Wetzike, wänn» berichteten ebenfalls, ihnen seien während der Weihnachtszeit Päckli gestohlen worden. Wie weitere Aussagen im sozialen Netzwerk zeigen, sind auch andere Quartiere in Wetzikon betroffen. Bei der Post heisst es, Pakete würden nach Möglichkeit ins Ablagefach des Briefkastens zugestellt oder dem Empfänger übergeben. Doch die Vorgehensweise der Post passt vielen Wetzikern nicht. Sie haben bei  Wolfgang Schlumpf Hilfe gesucht. Seine Firma stellt in Bubikon speziell für Pakete entwickelte Briefkästen her. Die Idee dazu kam ihm ebenfalls um Weihnachten. 

 «Bald werden uns auch nachts Pakete zugestellt»

WetzikonWolfgang Schlumpf kämpft seit zwei Jahren auf seine Weise gegen den Päckliklau. Mit einer Blechbearbeitungsfirma aus Bubikon stellt er Paket-Briefkästen her.

 

In Wetzikon und Umgebung wurden während den Festtagen vermehrt Pakete gestohlen. «Auch in anderen Regionen der Schweiz nehmen Paketdiebstähle markant zu», sagt Wolfgang Schlumpf von der Firma Paket-Briefkasten. Er entwickelt und verkauft seit zwei Jahren «nicht ganz zufällig» neuartige Briefkästen mit integrierten Paketfächern. Als er nach Weihnachten von mehreren Wetzikern mit einer Anfrage kontaktiert wurde, sei er nicht erstaunt gewesen. Man müsse sich heute nicht einmal anstrengen, um ein Päckli zu stehlen, sie lägen meist ungeschützt vor Hauseingängen herum oder im offenen Milchkasten. «Diebe haben hier ein wirklich leichtes Spiel.» Besonders ärgerlich sei es für Kunden, die die Waren im Vorfeld bezahlt hätten oder diese nachträglich noch bezahlen müssten. «Viele Paketzusteller leiden zudem unter einem enormen Zeitdruck.» Die Herausforderung liege vor allem in der Anzahl der Pakete, die täglich ausgeliefert werden müssten, so Schlumpf. Mehr als 149 Millionen Pakete seien alleine im Jahr 2018 in der Schweiz ausgeliefert worden. «Vor allem zur Weihnachtszeit kommen viele Lieferungen.»

 

Dieses Problem habe er bereits 2016 festgestellt – ebenfalls während den Festtagen im Dezember. «Mir fiel auf, wie viele Pakete im Treppenhaus herumlagen.» Nachdem er mit etlichen Paketboten gesprochen und den Markt erkundet habe, entwickelte Schlumpf verschiedene Paketkästen zusammen mit einer Blechbearbeitungsfirma aus Bubikon.

 

Diese seien der Post vorgestellt und entsprechend bewilligt worden. Der Milchkasten bleibe aber gemäss Postgesetz weiterhin obligatorisch. «Gerne hätten wir diesen Platz für ein weiteres Paketfach mit Schloss genutzt», so Schlumpf.

 

Das Prinzip seines Paketkastens sei simpel; der Bote lege die Päckli in den Schrank, schliesse die Türe, drehe den Griff und drücke diesen dann einfach zu, fertig. «Kommt der Empfänger nach Hause, öffnet er das Schloss mit seinem Schlüssel, entnimmt den Inhalt und stellt den Griff wieder so ein, dass der nächste Bote seine Ware anliefern kann.» Die Türe sei im Wartestatus immer offen. Die Kästen könnten auch für andere Waren genutzt werden, sagt Schlumpf. «Wir haben beispielsweise Kunden, die täglich im Internet Esswaren bestellen.» Deshalb arbeite er nun an einer umweltfreundlichen Klimaanlage für den Sommer. Für shoppingfreudige Kunden, die gleich mehrere Pakete erhielten, gebe es entweder zwei Paketfächer oder grössere Paketkästen, die man kombinieren könne. «Wir gehören zu den ersten in der Schweiz, die Briefkästen mit Paketfächer nach den Vorgaben der Schweizer Post entwickelt haben.» Die Kästen, welche in Bubikon hergestellt werden, kosten je nach Ausstattung zwischen 600 und 1200 Franken.
«Eine Anschaffung sollte als längerfristige Investition gesehen werden», sagt Schlumpf. Rechne man die Zeit und den Weg, den man mehrmals zur Post mache und dort in der Schlange warte, so hole man den Kaufpreis in kurzer Zeit wieder heraus.

Schlumpf ist überzeugt,dass sein Geschäftsmodell künftig noch beliebter wird.: Da Internetbestellungen weiter zunähmen, werde auch die Paketflug grösser werden, prophezeit er. «Bald werden uns auch nachts Pakete zugstellt.»